Coronakrise und Verschwörung

Psychologe und Autor Rüdiger Maas beantwortet Fragen zum Umgang mit Verschwörungstheorien.

Foto: Boris Roessler/dpa

Schlagersänger Michael Wendler war ein Liebling der Klatschspalten - jetzt hat er sich mit wirren Äußerungen über Corona ins Abseits katapultiert. Doch nicht nur Wendler, sondern auch Xavier Naidoo und Attila Hildmann äußern sich öffentlich gegen Corona-Maßnahmen. Teilweise organisieren sie eigenen Gruppen auf Telegram oder Demos vor dem Reichstag. Doch warum sind die Promis aktuell so anfällig für Verschwörungstheorien? Ein ernstes Thema über das wir mit Psychologe Rüdiger Maas gesprochen haben - heute mal ganz ohne Gag und ganz offen gefragt.

Herr Maas, warum sind Promis gerade so anfällig für Verschwörungstheorien?
15.10.2020
Herr Maas, warum sind Promis gerade so anfällig für Verschwörungstheorien?
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Als Verschwörungstheorie im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wird der Versuch gewertet, das Virus, seine Ausbreitung, Ursachen, Folgen dem konspirativen Wirken einer kleinen Gruppe von Akteuren zuzuschreiben. Für viele Anhänger von Verschwörungstheorien ist die Corona-Pandemie nur ein Vorwand für Mächtige, um die Welt zu verändern.

Aber natürlich nicht nur Promis sind dafür anfällig. Jeder kennt auch Menschen persönlich im eigenen Umfeld, die Artikel oder Zitate über WhatsApp teilen und Argumente vorbringen, die einfach keinen Wahrheitsgehalt haben. Jeder hat schon mal jemanden in der Bahn oder im Supermarkt neben sich erlebt, der keine Maske trägt. Wie geht man damit um?

Herr Mass, wie verhalten ich mich am besten im Alltag gegenüber Corona-Leugnern?
15.10.2020
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Rüdiger Maas: "Wir müssen mehr Brücken schlagen: Corona sollte nicht zwischen uns als Befürworter und Gegner stehen, sondern wir müssen gemeinsam versuchen weiter zukommen. Wir müssen mehr lernen aufeinander zu zugehen!"

Foto: Boris Roessler/dpa
 

 

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