Vorbereitung für Schulbeginn

So sieht das Konzept für den Schulstart in Berlin aus!

Foto: Sven Hoppe/dpa

 Lüftung, Hände waschen, Abstand halten - und daneben der ganz normale Schulbetrieb: In Berlin bereiten sich Schulen auf die Wiedereröffnung nach den Ferien unter erschwerten Bedingungen vor.

Maskenpflicht an Schulen
05.08.2020
Maskenpflicht an Schulen
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Das Konzept für den Schulstart in Berlin:

Die Schülerinnen und Schüler müssen bei der Rückkehr in den Regelbetrieb trotz anhaltender Pandemie keine Abstandsregeln mehr einhalten. Das müssen nur Lehrkräfte im Lehrerzimmer. Es gilt aber eine Maskenpflicht in den Schulgebäuden.

"Maskenverweigerern" droht in letzter Konsequenz ein Bußgeld. Das sei aber nicht der erste Schritt. "Wir gehen natürlich pädagogisch vor», so Bildungssenatorin Sandra Scheeres. Als allererstes sei es wichtig, das Gespräch zu suchen. Dabei müsse den Betreffenden klargemacht werden, dass es um Gesundheitsschutz gehe, und zwar den eigenen und den anderer Menschen. Da könne das Motto nicht «ich, ich, ich» sein. «Auch Jugendliche sind in der Lage, diese Brisanz zu verstehen."

Wenn ein Schüler mal seine Maske vergessen habe, sei das dagegen kein Problem. Kein Kind werde deswegen nach Hause geschickt. Sie habe angeregt, für solche Fälle etwa im Sekretariat einen Masken-Vorrat vorzuhalten, so Scheeres.

Dem Beispiel aus Nordrhein-Westfalen, eine Maskenpflicht auch für den Unterricht einzuführen, will Berlin nicht folgen. "Im Moment ist das nicht vorstellbar, weil ich das aus einer pädagogischen Sicht für sehr schwierig finde", sagte Scheeres. Die Mimik der Schüler nicht sehen zu können, sei gerade in den Grundschulen ein Problem. Aber: "Wenn sich die Infektionszahlen verschlechtern werden, dann muss man darüber reden, welche nächsten Schritte geht man", so Scheeres.

Wegen der Corona-Krise rechnet Scheeres insgesamt mit einem schwierigen Schuljahr 2020/2021. Die Pandemie sei nicht vorbei, sie werde womöglich das gesamte neue Schuljahr Thema sein. Dennoch gelte grundsätzlich die Schulpflicht. Kinder mit Vorerkrankungen könnten allerdings Atteste vorlegen. Für sie werde es andere Lösungen geben, etwa eine Beschulung zu Hause oder Einzelunterricht in der Schule.

Bei den Abiturprüfungen 2021 sollen die Einschränkungen durch die Corona-Krise berücksichtigt werden. «Unseren Abiturienten fehlt einfach definitiv Unterricht», sagte Scheeres. Deswegen soll es in allen zentral geprüften Fächern für die Grund- und Leistungskurse mindestens eine Aufgabe mit Bezug auf das erste Kurshalbjahr geben, in dem die Schülerinnen und Schüler noch ohne coronabedingte Einschränkungen unterrichtet wurden. Außerdem sollen die Schulen zusätzliche Aufgaben zur Verfügung gestellt bekommen. Und die Lehrer sollen die Möglichkeit haben, am Prüfungstag Aufgaben auszuschließen.

Arnos Kolumne

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